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Zügig durchs Auslandssemester – Abenteuer Interrail in der Schweiz

  • Januar 7, 2026
  • Mareike von Cölln
Mit dem Zug ins Abenteuer © von Cölln
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Montagmorgen im Oktober um 08:02 Uhr und der Zug fährt aus dem Hauptbahnhof Zürich aus. Sarah, Tim, Hannah und ich beginnen unsere erstes Abenteuer im Auslandssemester mit dem Interrail-Ticket für die Schweiz. Ein Interrail-Ticket eröffnet grenzenlose Möglichkeiten. Ob ganz Europa oder nur ein einzelnes Land, mit nur einem Ticket lassen sich unzählige Ziele erkunden. Durch die Scheiben des Zuges ist ein klarer Herbstmorgen zu erkennen, der Himmel in einem kühlen Blau und die ersten Sonnenstrahlen scheinen zwischen den Häusern durch.  

Ein großer Vorteil im Fernverkehr der Schweiz ist, dass es keine verpflichtenden Sitzplatzreservierungen gibt. Verbindungen können spontan und flexibel gewählt werden. Mit jedem Kilometer steigt die Aufregung, das Kribbeln im Bauch wird stärker und die Müdigkeit ist verflogen.  

Heute beginnt der erste große Tagesausflug – eine Reise zu einem Lebenstraum. Dieses Auslandssemester bedeutet mehr. Es ist eine Mischung aus Studieren und Entdecken, aus Alltag und Abenteuer. Tage in der Uni wechseln sich mit Tagen voller Bahnfahrten ab, um zu entdecken, was die Schweiz alles zu bieten hat. 

Das heutige Ziel ist Zermatt, bekannt für die autofreie Idylle und einzigartigen Blick auf das Matterhorn. Etwas mehr als drei Stunden Fahrt mit einem Umstieg liegen vor uns. Tim packt seinen Laptop aus. Die Fahrzeit wird für ein paar Uniaufgaben genutzt. Sarah ist währenddessen in ihrem Buch versunken. Hannah und ich schließen noch einmal unsere Augen und hören dabei Musik.  

Schon vor der Fahrt haben wir uns intensiv mit den Ticketoptionen beschäftigt. „Ich bin echt froh, dass wir uns für den Ein-Länder-Pass entschieden haben. Ohne die flexible Option würden wir nicht so viele Trips planen.“, meint Sarah. Tim antwortet darauf: Ja, vor allem in der Schweiz lohnt es sich. Einzelne Tickets sind viel zu teuer.“. Vier freiwählbare Reisetage innerhalb von einem Monat stehen uns bevor. Das Ticket hat 150€ gekostet, somit zahlen wir pro Reisetag 37,50€. Ein wenig Planung ist dennoch erforderlich, da ungenutzte  Reisetage nach den vier Wochen verfallen. Seit 2024 gibt es einen speziellen Erasmus+ Interrail-Pass, welcher in Kooperation des „Erasmus Student Network (ESN)“ entstanden ist. Dieser Pass ist sechs Monate gültig und bietet vier oder sechs Reisetage in ganz Europa. Somit kann der Pass zur An/-Abreise und weiteren Reisetagen genutzt werden. Der Pass mit vier Reisetagen kostet 212€ und der Pass mit sechs Reisetagen hingegen 301€. 

Schnell ist die Stadt Zürich hinter uns gelassen, vorbei an saftig grünen Feldern, direkt auf die Berge zu. Tim blickt von seinem Laptop auf, während Hannah die Aussicht mit der Kamera festhält. Der knappe Umstieg in Visp gelingt problemlos. Der pünktliche Anschluss sorgt für einen entspannten Wechsel. Die Weiterfahrt nach Zermatt beeindruck mit riesigen Panoramascheiben, die einen ungehinderten Blick auf die Berge und vorbeiziehende Landschaft freigeben. Die Stunde Fahrt vergeht wie im Flug. 

Das Interrail-Ticket ermöglicht die Nutzung beliebiger Züge und sorgt dafür, dass auch bei knappen Umsteigezeiten stressfrei weitergereist werden kann. Im Bahn-Ranking der Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) belegt das Schweizer Bundesbahn (SBB) Platz 11 in Europa. Besonders gut schneidet die SBB in Zuverlässigkeit, Buchungserlebnis und Reisequalität ab. Schwächen zeigt sich bei den hohen Ticketpreisen. Ein Problem, welches mit dem Interrail-Ticket umgangen wird. Das Geheimnis des gut funktionierenden Bahnnetzes in der Schweiz ist der Taktfahrplan. Der Taktfahrplan sorgt dafür, dass Züge in der Schweiz an Knotenbahnhöfen stets zur gleichen Minute ankommen und abfahren, wodurch optimale Anschlüsse für Hin- und Rückfahrten entstehen. 

Gemeinsam unterwegs: Auslandssemester, Freundschaft und Bahnabenteuer © von Cölln

Der Bahnhof liegt zentral im Ort, eine Anreise kann nicht optimaler sein. Schon vor dem Start gibt es Diskussionen über die Schwierigkeit der Wanderung zur Riffelalp. Sie ist gelb markiert, angeblich einfach. Schnell zeigt sich, dass der Weg steiler ist, als von einigen erwartet. Hannah gerät außer Atem und braucht mehrere Pausen. Besorgt fragt Sarah: „Wollen wir umdrehen? Du musst es nur sagen“. Doch Hannah lehnt zum Glück ab, auch wenn ihr Blick töten könnte.  

„Wir machen einfach mehr Pausen, dann schaffen wir das schon“, versucht Tim sie zu motivieren. Schließlich erreichen wir unser Ziel. Der Ausblick auf das Matterhorn vor strahlend blauem Himmel ist jede Mühe wert. Seichte Wolken, dazu die Bäume in intensiven Herbsttönen. Ein wahrgewordener Lebenstraum.  

Interrail bietet dabei besonders für Studierende im Auslandsemester eine Möglichkeit, nachhaltiger und flexibel zu reisen. Teilnehmende des Erasmus+ Programms können bei einer nachhaltigen An- und Abreise von einer zusätzlichen Förderung profitieren, die einige Heimatuniversitäten auch für Interrail-Tickets anbieten. Für Alle unter 28 Jahren gibt es den klassischen Interrail Jugendrabatt von 25% auf die Tickets. 

Die weiteren drei Zugtage des Interrail-Tickets Schweiz müssen innerhalb von vier Wochen genutzt werden. So startet fünf Tage später der zweite Tagestrip. Diesmal mit einer Besonderheit: Das heutige Ziel ermöglicht es das Interrail-Ticket doppelt zu nutzen. Ein großer Vorteil des Interrail-Tickets sind zahlreiche Vorteile und Ermäßigungen in ganz Europa unteranderem auf Fährtarife, Hostels, Bergbahnen und Museen, was das Reisen noch ein wenig erschwinglicher macht. 

Erneut nehmen wir den Zug um 08:02 Uhr vom Züricher Hauptbahnhof in Richtung Wilderswil. Von dort geht es weiter mit der seit 1893 bestehende Zahnradbahn zur Schynigen Platte.  Mit etwas Glück sind Fensterplätze in der Bahn ergattert und die Fahrt wird zu einem besonderen Erlebnis. Die kleinen roten Waggons mit ihren Holzbänken setzen sich mit den ratternden Zahnrädern in Bewegung. Einige Passagiere öffnen die Fenster, strecken die Köpfe aus den Öffnungen, lassen die frische Bergluft hinein und atmen die kühle Bergluft ein. Der ungestörte Blick auf die Landschaft begeistert die Reisenden. Die Zahnradbahn gehört zu den Bergbahnen, bei denen eine Interrail-Ermäßigung gilt, sodass das Ticket für Hin- und Rückfahrt nur 48 Franken kostet. Das sind ca. 50€, je nach Wechselkurs. 

Durch die herbstliche Landschaft geht es vorbei an leuchtenden Farben, durch Bergtunnel und immer neue Ausblicke erwarten uns. Mal schweift der Blick über den Brienzer See, mal über den Thuner See. Mit jedem Höhenmeter scheint die Landschaft imposanter zu werden. Bis sich in der Höhe schließlich ein Panorama über die teilweise wolken- oder schneebedeckten Gipfel öffnet.  

Oben angekommen erwartet uns ein Rundwanderweg übers Plateau. Der Boden unter den Wanderschuhen knirscht leicht und die klare Luft lässt uns tief durchatmen. Der Blick schweift erneut über den türkisblauen Brienzer und tiefblauen Thuner See, die atemberaubenden Aussichten auf markante Felsformationen und das Jungfraujoch. Dicke graue Wolken ziehen nun auf. Nur vereinzelt brechen Sonnenstahlen auf die verschneiten Gipfel hindurch. Zu diesem Anblick lädt ein Bergrestaurant zur abschließenden Pause ein.  

Zwischen Uni und Panorama – unterwegs durch die Schweizer Bergwelt © von Cölln

Auf der Rückfahrt machen die vielen Eindrücke müde und die Augen fallen schon in der Zahnradbahn zwischendurch zu. Auch hier zeigt sich, wie erleichternd die Flexibilität des Interrail-Tickets in der Schweiz ist. Die Zeit am Berg kann entspannt und ohne Zeitdruck genossen werden, da zahlreiche Verbindungen zurück nach Zürich zur Verfügung stehen. Anders sieht es in anderen Ländern aus, wo in Schnellzügen teilweise Sitzplatzreservierungen notwendig sind. Das nimmt nicht nur an Spontanität, sondern bringt auch zusätzliche Gebühren mit sich. 

Während die Bahn zurück nach Zürich rollt, kehren die Gedanken noch einmal zu den beiden Tagesausflügen zurück. Tage voller unbeschreiblicher Eindrücke und Erlebnisse, die neben dem Studium entstanden sind. Das Interrail-Ticket Schweiz bietet eine große Flexibilität und ermöglicht es, neue Orte ohne festen Plan zu entdecken. Interrail macht uns Studieren und Reisen mit nur einem Ticket möglich. Allerdings lohnt es sich, vorab ein wenig zu planen und abzuwägen, welches Ticket am besten passt. Für Fahrten mit dem Zug stehen der Ein-Länder-Pass, Globalpass, das neue Erasmus+ Interrail-Ticket oder regionale Angebote zur Auswahl. Je nach Zeitraum und Zielen kann ein anderes Ticket die bessere Wahl sein.  

Für uns verbleiben noch zwei Reisetage mit dem Ein-Länder-Pass, die Vorfreude auf die nächsten Ziele ist schon spürbar. Wann genau es wieder losgeht, wird sich erst in den kommenden Tagen entscheiden. Doch für uns hat sich das Ticket schon jetzt gelohnt. 

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